Beliebtes Angriffsziel sind Zugangstüren

In Mehrfamilienhäusern sind die Türen ab dem ersten Obergeschoss besonders gefährdet, da die Fenster nicht oder nur schwer erreichbar sind. Türen ohne besondere Sicherungsmerkmale, wie sie millionenfach eingesetzt sind, werden von Einbrechern in Sekundenschnelle überwunden. Sie werden beispielsweise aufgehebelt oder durch Einwirkung von körperlicher Gewalt (einfaches Eindrücken) aufgebrochen.


Sichern Sie Ihre Haus- und Wohnungstüren gegen Einbruch.

Eine wirksame Sicherung muss grundsätzlich sowohl an der Schlossseite als auch an der Bandseite der Tür erfolgen. Nur das Zusammenwirken aller Komponenten und deren fachgerechter Einbau ergeben zuverlässige Lösungen. Es gibt sehr unterschiedliche Typen von Türen, wovon sich nicht alle uneingeschränkt für die sicherungstechnische Nachrüstung eignen.


 
Quelle: VdS

Die häufigsten Türarten

Füllungstüren

Füllungstüren können vor Einbruch schützen, wenn sowohl der Türblattrahmen als auch dessen Füllungen stabil ausgeführt sind. Eine solche Füllung kann z.B. aus widerstandsfähigen Holzwerkstoffen oder einer einbruchhemmenden Verglasung bestehen. Füllungen müssen immer so befestigt sein, dass sie von außen nicht demontiert werden können. Stabile Füllungstüren lassen sich mit mechanischen Sicherungsprodukten wirksam gegen Einbruch nachrüsten.


Waben- oder Röhrenspantüren

Waben- oder Röhrenspantüren sind Türen, deren Türblätter nicht massiv aufgebaut sind. Das Türblatt ist im Inneren mit Materialien gefüllt, die lediglich verhindern, dass das Türblatt nicht „in sich zusammenfällt“. Vor Einbruch schützen Wabentüren nicht. Diese Art von Türen ist als Haustür grundsätzlich ungeeignet. Die wirksame Nachrüstung mit mechanischen Sicherungsprodukten ist nur mit erheblichem Aufwand möglich.


Vollholztüren

Vollholztüren zeichnen sich aufgrund ihrer beidseitigen Verkleidung mit Massivholzbrettern durch einen stabilen Aufbau aus. Nachrüstprodukte zum Schutz vor Einbruch können hier gut befestigt werden.


Metalltüren

Metalltüren sehen äußerlich ausgesprochen solide aus, doch der Einbruchschutz von Metalltüren (häufig als Brandschutztüren angeboten) ist in der Regel unzureichend. Insbesondere entsprechen das Schloss und das Schließblech im Normalfall keinen Anforderungen von Sicherungsprodukten zum Schutz vor Einbruch. Mitunter sind die die Metallzargen nicht ausreichend stabil im Mauerwerk befestigt.

 
Quelle: VdS

Türzargen

Türzargen aus Holz müssen insbesondere im Bereich des Schließblechs und der Bänder stabil in der Wand befestigt sein.

Schrauben und Dübel, die tief ins Mauerwerk reichen (Maueranker) sind empfehlenswert. Vorsicht, oft werden Türzargen lediglich mit kleinen Schrauben fixiert und dann großflächig mit Montageschaum „befestigt“. Der Schaum füllt zwar vorhandene Hohlräume gut aus, die erreichte Stabilität schützt Sie jedoch nicht vor Einbrechern.
 

Türschilde

Türschilde (Schutzbeschläge) stabilisieren und stützen den Schlossbereich.

Wenn Ihr Türschild von außen abschraubbar ist, ist das eine Einladung für Einbrecher. Insbesondere die Schließzylinder sind leichter zu manipulieren, wenn das Türschild abgebogen oder entfernt werden kann. Ein geprüftes und anerkanntes Türschild kann unter anderem die folgenden Zylinder-Angriffsmethoden deutlich erschweren:

  • Abdrehen/Abbrechen
  • Bohren
  • Ziehen
  • Durchschlagen

  

Ein hochwertiges Türschild erfüllt folgende Anforderungen:

  • Es umschließt den Schließzylinder eng.
  • Es behindert den Zugriff auf den Schließzylinder durch eine Schutzkappe.
  • Der Einsatz von Werkzeugen wird durch die Form und Formstabilität erschwert.
  • Es wird von der Innenseite der Tür ausgehend stabil verschraubt.
  • Es wird aus massivem, gehärtetem Stahl gefertigt.


Nur in Ausnahmefällen, etwa wenn Sie ein einbruchhemmendes Türschild nicht montieren können, ist es sinnvoll, den Schließzylinder durch den Einbau einer speziellen Rosette (Schutzbeschlag deckt ausschließlich den Schließzylinder ab) zu schützen.


Schließbleche

Stabile Verriegelungen von Haus- und Wohnungstüren erfordern neben den Einsteckschlössern mit Profilzylindern hochwertige Schließbleche.

Typische Schwachpunkte von Schließblechen sind:

  • zu schwaches Material
  • unzureichende Befestigung
  • unzureichende Länge

 
Schließbleche sollten unbedingt über eine VdS-Anerkennung verfügen oder den folgenden Mindestanforderungen entsprechen:

  • Die Dicke von Stahl-Schließblechen sollte mindestens 3 mm betragen.
  • Die Länge von Schließblechen sollte 300 mm nicht unterschreiten; 500 mm sind vorzuziehen.
  • Die Befestigung des Schließbleches muss ausreichend stabil erfolgen und auf die unterschiedlichen Materialien von Wand und Türzarge sowie deren Aufbau abgestimmt sein.

Auch Schließbleche für Mehrpunktverriegelungen müssen stabil und in ausreichender Länge ausgeführt sein. Damit Einbrecher sie nicht einfach ausreißen können, muss der Einbau auch hier speziell auf die Türzarge abgestimmt werden. Sinnvollerweise werden Schließbleche für Mehrfachverriegelungen „in einem Stück“ angefertigt. Dies erhöht die Stabilität und erschwert mögliche Hebelangriffe.
 

Quelle: VdS


Einbruchhemmende Türen

Bei Neu-, Um- oder Erweiterungsbauten und beim Austausch alter oder beschädigter Türen bietet sich grundsätzlich der Einbau geprüfter einbruchhemmender Türen an.

Die Sicherungsmerkmale einbruchhemmender Türen sind äußerlich nicht erkennbar. Sie werden in allen gängigen Materialien, wie Holz, Kunststoff, Metall, und in verschiedensten Ausführungen, z.B. mit oder ohne Glaseinsatz, angeboten.

Einbruchhemmende Türen können Einbrüche verhindern, bei denen Werkzeuge und/oder körperliche Gewalt zum Einsatz kommen. Bereits Türen der Klasse N sind um ein Vielfaches stabiler als herkömmliche Türelemente und die Stabilität nimmt in den Klassen A, B und C weiter zu.

Eine Tür ist eine komplexe Einheit. Erst das Zusammenspiel der eingesetzten Materialien, der Güte von Schloss, Bändern, Zarge, Schließblech und Beschlag ermöglicht es, dem Täter erheblichen Widerstand entgegenzusetzen. Daher werden einbruchhemmende Türen nur als Einheit geprüft und zertifiziert. Enthält eine einbruchhemmende Tür Glasausfachungen, bestehen diese immer aus einer hochwertigen Verglasung, die mindestens durchwurfhemmend ist.

Einbruchhemmende Türen (und Fenster) sind zudem vielfach für den Einbau von Einbruchmeldetechnik, wie Öffnungs- und Verschlusskontakten, Sperrelementen u.ä. vorgerüstet, oder diese Technik ist bereits enthalten.

  

Klassifizierungen vergleichen

Sollten Sie die Anschaffung einbruchhemmender Türen planen, kann Ihnen die folgende Übersicht helfen, die verschiedenen Klassifizierungen zu vergleichen. Bei der Auflistung gilt, dass die Anforderungen an die genannten Elemente von oben nach unten zunehmen.



 Quelle: VdS

Schließzylinder

Als Herzstück des Schlosses verdient der Schließzylinder besondere Aufmerksamkeit. Die in Deutschland am weitesten verbreitete Bauform von Schließzylindern ist der Profilzylinder. Man trifft in Einzelfällen aber auch auf Rund- und Ovalzylinder, deren Gehäuseform zwar abweichend gestaltet ist, die sich in ihrer Funktion aber kaum von Profilzylindern unterscheiden.

Der Schließzylinder selbst besteht aus einem so genannten Körper (Gehäuse), einem Kern, der Schließnase und mehreren Sperreinrichtungen. In geschlossenem Zustand ist der Zylinderkern durch die Sperreinrichtungen, die häufig als Stifte ausgeführt sind, blockiert. Beim Einstecken des Schlüssels werden die Stifte in eine Position bewegt, die es ermöglicht, den Zylinderkern und damit die Schließnase zu drehen.


Bei Einbrüchen in Wohnungen und Häuser dienen unterschiedliche Methoden dazu, Schließzylinder zu überwinden.

Sie müssen daher folgenden Vorgehensweisen standhalten:

  • Abbrechen
  • Aufbohren
  • Ziehen
  • Intelligenten Öffnungsmethoden (Nachschließen, „Lockpicking“)

Bequem: der Drehknauf

Für den Einbau in Wohnungs- und Haustüren werden auch spezielle Schließzylinder angeboten, die auf einer Seite (der Innenseite) mit einem Drehknauf versehen sind. So kann der Nutzer die Tür bzw. das Schloss bei Anwesenheit ohne nach einem Schlüssel greifen zu müssen, bequem verschließen und öffnen. Bei Türen mit Glaseinsätzen sollte auf den Einsatz solcher Knaufzylinder verzichtet werden (unter Umständen ist der Knauf nach einer Zerstörung des Glaseinsatzes von außen erreichbar und zu betätigen).



Elektronische Schließzylinder

So genannte elektronische Schließzylinder unterscheiden sich grundlegend von den beschriebenen mechanischen Lösungen. Bei herkömmlichen Schließzylindern beinhaltet ausschließlich die Form des Schlüssels den Code. Die sogenannten Schließverschiedenheiten ergeben sich durch die unterschiedliche Anordnung und Ausprägung der Zacken und Rillen am Schlüssel. Durch Abtasten des Schlüssels wird der Code erfasst. Bei elektronischen Schließzylindern erfolgt sowohl die Verschlüsselung als auch die Überprüfung auf elektronischem Weg. Bei manchen Produkten dient darüber hinaus die Form des Schlüssels als „Geheimnisträger“.



Weit mehr als 100 Millionen Codes

Das Erraten des richtigen Codes bei einem elektronischen Zylinder ist wegen der enorm großen Zahl möglicher Codes und eingesetzter Verschlüsselungen praktisch unmöglich. Zudem sperrt der elektronische Schließzylinder nach mehrfacher Eingabe eines falschen Codes für eine bestimmte Zeit die weitere Eingabe. Dadurch wird ein systematisches „Durchprobieren“ aller Kombinationen wirksam behindert. Ein elektronischer Schlüssel kann ohne weiteres über weit mehr als 100 Millionen Codes verfügen. Zum Vergleich: mechanische Schlüssel der höchsten Klasse müssen 1 Million Codes realisieren können.

Nicht zuletzt wegen der großen Anzahl möglicher Schließverschiedenheiten bieten elektronische Lösungen den Vorteil, einzelnen Codes bzw. Schlüsseln die Schließberechtigung zu entziehen. Dies geschieht über ein Computerprogramm zur Verwaltung der Berechtigungen oder direkt am Zylinder. Der eigentliche Schlüssel kann weiter verwendet werden, nur der elektronische Code wird verändert). Aber auch wenn ein Schlüssel verloren geht oder wenn dem Besitzer der Zutritt zu bestimmten Bereichen nicht mehr gewährt werden soll, wird einfach die Schließberechtigung entzogen oder sie wird geändert. Diese Schlüssel werden anschließend nicht mehr als „passend“ erkannt.

Mit mechanischen Lösungen ist ein derartiges Vorgehen in der Praxis kaum möglich. Dort ist es nach einem Schlüsselverlust oft erforderlich, eine Vielzahl von Zylindern auszutauschen, was sehr teuer werden kann. Bei elektronischen Zylindern ist das nicht erforderlich.

Quelle: VdS


Einbruchhemmende Türen

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