Schimmel aus der Küche verbannt

Das Wohnhaus im Münsterland stammt aus den 1960er Jahren und besaß so gut wie keine Wärmedämmung. Zahlreiche Wärmebrücken begünstigten außerdem die Bildung von Schimmel in der Küche. Durch die Sanierung der Wände mit dem epatherm-Wohnklimaplattensystem konnte die Küche saniert werden.

  

Wasser aus dem Hahn, Wasserdampf aus den Kochtöpfen und der Spülmaschine: In Küchen entweicht jede Menge Feuchtigkeit. Durch das Kochen, Backen und Spülen steigt zudem die Raumtemperatur immer wieder an, so entsteht ein paradiesisches Klima für Schimmelpilze. Und das ausgerechnet in einem Raum, in dem unsere Nahrung zubereitet wird.

Im vorliegenden Fall waren die Küchenschränke auf den Putz des unzureichend wärmegedämmten Außenmauerwerks aus Zementsteinen montiert worden. Feuchtigkeit kondensierte an den kühlen Wänden und konnte schlecht verdunsten, da hinter den Schränken so gut wie keine Luftzirkulation möglich war. Wärmebrücken an den Fenstern und der Terrassentür verschärften die Situation. Die Folge: Feuchte und Schimmel breiteten sich aus. Nicht nur die Außenwände, auch die Rückwände der alten Einbauküche waren betroffen. Daher entschloss sich der Hausbesitzer, die alte Küche zu entsorgen, die Wände gründlich sanieren zu lassen und eine neue Küche einzubauen.

 

Alltagsrisiko Feuchtigkeit

Rund 15 Liter Wasserdampf produziert der durchschnittliche Haushalt pro Tag. An feuchtem oder schlecht beheiztem Mauerwerk und an Wärmebrücken kühlt die feuchte Luft ab und kondensiert. Saugfähige Materialien nehmen das Wasser zwar auf, doch auf Dauer hat dieser Kreislauf negative Folgen: Auf Tapeten oder Gipskartonwänden entstehen Nährböden für Schimmel. Selbst bei guter Außendämmung kann sich Feuchtigkeit hinter Schränken und Einbauten absetzen, da sich die Wand hier nicht erwärmt. Insbesondere
Wohnraumecken und Fensteröffnungen sind anfällig für Schimmel.

 

Sanierung Schritt für Schritt

Um ein dauerhaft wohngesundes Raumklima zu schaffen, muss der Untergrund fest, tragfähig und frei von
losen Bestandteilen sein. Von den Küchenwänden wurde daher zunächst der schadhafte Putz komplett entfernt. Anschließend egalisierte der Verarbeiter unebene Flächen mit Kalkputz „mpm1“. Schimmelfrei, eben
und trocken boten die Wände eine gute Basis für den Aufbau des Klimaplattensystems. Die Platten wurden
nach Bedarf zugeschnitten. Um Hohlräume zu vermeiden, wurden die Zuschnitte mit dem dazugehörigen
Systemkleber vollflächig an der Wand verklebt. Steckdosen oder Lichtschalter versetzte man einfach um die
Plattenstärke nach vorne. Zur optimalen Dämmung der Fensterlaibungen kam die Spezialplatte „etl“ zum
Einsatz.

 

Wohlfühlklima dank funktionierendem Feuchtehaushalt

Die umweltfreundlichen Platten aus mikroporösem Reinkalziumsilikat sperren die Feuchtigkeit nicht ein, sondern sorgen für eine funktionierende kapillare Feuchtigkeitsregulierung. Um diesen Effekt nicht zu behindern, wurden die neuen Fliesen nur bis zur halben Wandhöhe verlegt. Die Platten überzog der Verarbeiter mit dem Systemspachtel „multi-eti“, anschließend erfolgte der Anstrich mit diffusionsoffener Egalisationsfarbe. Das hochfunktionelle System mit hoch alkalischen (pH-Wert ca. 11) und damit  schimmelresistenten Wohnklimaplatten schuf einen auf Jahrzehnte funktionierenden Feuchtehaushalt. Der Hauseigentümer und seine Familie sind nach der Sanierung sehr zufrieden mit dem angenehmen Raumklima.

 

Funktionsweise und Vorteile

Calciumsilikatplatten eignen sich hervorragend zur Schimmelpilzvermeidung und Wärmedämmung.
Millionen diffusionsoffener Mikroporen in den Platten nehmen anfallende Feuchtigkeit umgehend auf und geben sie allmählich wieder an die Raumluft ab; die Plattenoberfläche bleibt dabei konstant trocken. Gleichzeitig senkt das Wohnklimaplattensystem den Energieverbrauch, ist schallhemmend und nicht brennbar (Baustoffklasse A1). Es erfüllt außerdem die strengen Anforderungen für emissionsarme Baustoffe; epasit ist damit offizieller Produktpartner des Sentinel-Haus Instituts für wohngesundes Bauen.

   

Quelle: Wohnungswirtschaft-heute, September 2012

       

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Dr. Gerhard Führer

Experte für Schimmelschäden

 

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